Die App ist installiert, die Liste ist leer, und die erste Frage lautet: womit anfangen? Mit genau einer Position. Am Ende dieses Guides steht dein erster Eintrag in der Assetliste, einer Assetklasse zugeordnet, mit Wert, Datum und einem Prüfintervall. Alles Weitere ist dann nur noch Wiederholung, bis dein Vermögen vollständig abgebildet ist.

Voraussetzungen

  • AssetCockpit auf dem Smartphone installiert. Assets anlegen gehört zur kostenlosen Basic-Version, du brauchst dafür kein Pro.
  • Für die erste Position die Angaben griffbereit: um welchen Wert es geht und auf welches Datum sich dieser Wert bezieht.
  • Eine grobe Vorstellung davon, was überhaupt dazugehört. Wenn du dir unsicher bist, hilft die Checkliste für die Vermögensübersicht in sieben Schritten beim Sammeln.

Schritt für Schritt

  1. Entscheide, womit du beginnst. Am leichtesten fällt der Einstieg mit dem Girokonto, weil der Wert dort ohne Recherche feststeht. Der erste Eintrag muss nicht der größte sein, er muss nur da sein.
  2. Lege die Position in der Assetliste an und gib ihr einen Namen, den du in einem Jahr noch verstehst. "Girokonto Gehalt" trägt weiter als eine Nummer.
  3. Ordne die Position einer Assetklasse zu. AssetCockpit unterscheidet unter anderem Konten, Wertpapiere, Immobilien, Versicherungen, Beteiligungen, Edelmetalle und Wertgegenstände, digitale Werte sowie Kredite und Verbindlichkeiten. Was hinter dem Begriff steckt, erklärt der Eintrag zur Assetklasse.
  4. Bei einem Konto trägst du das Institut, die Art des Kontos und den aktuellen Saldo mit Stichtag ein. Giro, Tagesgeld und Festgeld gehören dabei getrennt erfasst, weil sie sich unterschiedlich schnell bewegen. IBAN, PIN oder Zugangsdaten braucht die App nicht.
  5. Bei einem Depot genügt die Verwahrstelle und der Gesamtwert des Depots zum Stichtag. Einzelne Aktien, Fonds oder Anleihen musst du nicht auflisten, das hält den Aufwand klein und die Übersicht lesbar. Wer doch stärker aufteilen will, sollte es bei allen Depots gleich handhaben.
  6. Bei einer Immobilie trägst du den Verkehrswert ein, also eine nachvollziehbare Einschätzung dessen, was das Objekt aktuell wert ist, plus das Datum dieser Einschätzung. Das zugehörige Darlehen ziehst du nicht ab. Es kommt als eigene Verbindlichkeit in die Liste, sonst stimmt dein Nettovermögen nicht.
  7. Setze zum Schluss ein Prüfintervall für diese Position. Weil AssetCockpit bewusst keine Kurse und keine Kontostände automatisch abruft, ist das Intervall der Ersatz für den Auto-Sync: Es sagt dir, wann du wieder hinschauen sollst. Wie du die Abstände je Assetklasse wählst, steht im Guide zu Fälligkeiten und Erinnerungen.
  8. Speichere und lege die nächste Position an. Drei bis fünf Einträge in der ersten Sitzung reichen völlig.

Ergebnis

Deine erste Position steht in der Liste: benannt, einer Assetklasse zugeordnet, mit Wert, Stand und Prüfintervall. Damit hast du nicht nur einen Eintrag, sondern das Muster für alle weiteren. Sobald mehrere Positionen erfasst sind und die Verbindlichkeiten getrennt daneben stehen, rechnet das Dashboard dein Gesamtvermögen aus und die Übersicht wird zum ersten Mal aussagekräftig.

Häufige Stolpersteine

  • Das Darlehen vom Immobilienwert abziehen. Dann stimmt zwar die Summe zufällig, aber du siehst weder deine Schuldenlast noch deren Entwicklung. Getrennt erfassen lohnt sich vom ersten Tag an.
  • Zu genau anfangen wollen. Wer jede Depotposition einzeln erfassen möchte, hört oft nach der Hälfte auf. Ein gerundeter Gesamtwert mit Datum bringt dich weiter als eine perfekte Liste, die nie fertig wird.
  • Den Wert ohne Datum eintragen. Eine Zahl ohne Stichtag lässt sich später nicht einordnen, und du weißt nicht mehr, ob sie von letzter Woche oder vom letzten Jahr stammt.

Zum Thema

Weitere Nutzungs-Guides zur App findest du gesammelt bei den Anwendungen.

Quellen und weiterführende Informationen

Wer sich vorher einen neutralen Überblick über die eigenen Finanzen verschaffen möchte, findet bei unabhängigen Stellen Orientierung ohne Produktinteresse.

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